Für Coaches
Coachingim Kinder- & Jugendbereich
Im Kinder-Tackle trägt der Coach besondere Verantwortung — für Sicherheit, Fairness und eine Entwicklung, die zum Alter passt. Das Wichtigste im Überblick.
Neu im Coaching?
Du brauchst keine Lizenz, um anzufangen. So machst du als Elternteil oder Interessierter mit →
01 Lizenz & Verantwortung
Jedes Tackle-Team braucht mindestens einen Trainer mit gültiger AFVD-C-Lizenz — unabhängig von der Altersklasse.
Im 5er-Tackle der Kinder gilt ein besonderer Schutzauftrag gegenüber allen Spielern — auf beiden Seiten.
Pro Spiel für Headcoach und Teamverantwortlichen.
02 An der Seitenlinie
Coach im Huddle — nur Offense, nur U10/U13
Ein Coach der Offense darf bei U10 und U13 ins Huddle, um Anweisungen zu geben, und muss es verlassen, sobald sich das Huddle auflöst. In der Defense ist das nicht erlaubt — und ab U16 generell nicht mehr.
Warum dieser Unterschied?
Die Offense steuert den Spielzug aktiv und profitiert in den jüngsten Altersklassen von direkter Ansage — passend zur kurzen Aufmerksamkeitsspanne. Die Defense reagiert; hier sollen die Kinder selbst lesen und entscheiden lernen.
03 Sicherheit zuerst
Schutz geht vor Spielfluss
Schiedsrichter dürfen jeden Spielzug abpfeifen, um Spieler zu schützen. Bei Helmkontakt gilt jeder Spieler — auch der Ballträger — als verteidigungslos. Als Coach unterstützt du das: saubere Technik einüben, riskante Aktionen früh stoppen, und im Zweifel die Sicherheit über das Ergebnis stellen.
04 Altersgerechtes Training
Gestützt auf etablierte Modelle
Die Empfehlungen folgen dem Langfrist-Entwicklungsmodell (LTAD) und dem Football Development Model von USA Football. Ausführlich je Altersklasse — mit Quellen →
Trainingsfokus je Altersklasse — als Orientierung, nicht als starre Vorgabe:
Grobmotorische Phase, kurze Aufmerksamkeitsspanne. Fokus auf Spielfreude und Grundbewegungen statt Taktik — Hintergrund dafür, dass ein Coach im Huddle helfen darf.
Beginnendes taktisches Verständnis bei großer körperlicher Leistungsstreuung — der entwicklungspsychologische Hintergrund der Aktionsgewichtsgrenze.
Pubertät mit stark divergierender körperlicher Reife; erhöhtes Dropout-Risiko — Bedeutung von Motivation und altersgerechter Belastungssteuerung.