Regelwerk · Strafen
Strafenim 5er-Tackle
Im 5er-Tackle sind die Distanzstrafen bewusst kurz gehalten, damit das Spiel im Fluss bleibt. Die hohen Strafen sind den Fouls vorbehalten, die die Sicherheit gefährden.
01 Das Maß-System
Die meisten Meterstrafen werden mit 5 m geahndet — bei Live-Ball-Fouls vom Previous Spot, mit Down-Wiederholung (außer die Strafe enthält einen Downverlust).
Persönliche Fouls und unsportliches Verhalten kosten 10 m.
Die Defense-Passbehinderung wird dort geahndet, wo sie passiert — in der Endzone an Team B's 2-Meterlinie.
02 Übersicht
| Vergehen | Ahndung |
|---|---|
| Standard-Meterstrafe (Live Ball Foul) | 5 m vom Previous Spot, Down wird wiederholt |
| Persönliches Foul | 10 m |
| Unsportliches Verhalten | 10 m |
| Persönliches/unsportliches Foul durch die Defense | zusätzlich automatischer First Down |
| Defense-Passbehinderung | Spot Foul · in der Endzone: Ball an Team B's 2-m-Linie |
| Absichtliches Wegwerfen (Intentional Grounding) | Downverlust am Spot of Foul |
| Tiefer Block | verboten — Ausnahme: gegen den Runner |
Zusatz: Keine Distanzstrafe darf die Hälfte der Distanz bis zur eigenen Goalline des verursachenden Teams überschreiten (Ausnahme: Defense-Passbehinderung). Foulen beide Teams bei einem Live-Ball-Foul, heben sich die Strafen auf und der Down wird wiederholt.
03 Sicherheit zuerst: Helm & verteidigungslose Spieler
Jeder gilt als verteidigungslos
Bei Helmkontakt (AFVD 9.1.3 / 9.1.4 / 9.1.8) gilt im 5er-Tackle jeder Spieler — auch der Ballträger — als verteidigungsloser Spieler. Der „Stiff Arm" von und gegen den Runner ist erlaubt, um den Gegenspieler vorbeizuführen; einen darüber hinaus andauernden Kontakt sollen die Schiedsrichter durch Abbrechen des Downs unterbinden — auch wenn der Ball regeltechnisch noch im Spiel ist.
Für Eltern & Coaches
Die kurzen 5-Meter-Strafen halten das Kinderspiel in Bewegung statt es zu zerfasern. Die spürbaren Konsequenzen — 10 Meter und automatischer First Down — treffen gezielt unfaires und gefährliches Verhalten. Genau so soll es sein.